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Löwchen Zucht Leoncino delle Stelle
Löwchen Züchter in FCI / SKG / SZC - Löwchen Welpen mit Stammbaum
8048 Zürich - Badenerstr. 676 - Tel. +41 76 515 59 61 |
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Löwchen
Löwchen Geschichte
Das Löwchen wird der Rassegruppe der Bichons zugezählt, seine Herkunft reicht aber so weit zurück, daß sie sich nicht mehr sicher feststellen läßt. Belegt ist die Existenz dieser freundlichen lebhaften Kleinhundes durch Gemälde und Zeichnungen bis zurück ins 13. Jhd., es gibt aber einige Hinweise darauf, daß die Rasse wesentlich älter ist. Auch die ältesten Bilder zeigen das Löwchen genau so, wie wir es heute kennen: einen eleganten Kleinhund mit ausgewogenem , fast quadratischen Körperbau und der typischen Löwenschur.
So findet man in der Kathedrale von Amiens (erbaut im 14. Jahrhundert) zwei in Stein gehauene Löwchen, eines davon über dem Grab des Heiligen Firmin, oder auch in der Elisabethkirche in Marburg auf dem Elisabethaltar aus dem Jahr 1510. Danach darf man annehmen, dass die Schur nicht vom Pudel übernommen wurde, sondern eher umgekehrt.
Kathedrale von Amiens mit in Stein gehauenem Löwchen
Auf dem Titelbild des ältesten in deutscher Sprache geschriebenen Buches " von den Hunden " des schweizer Natur- und Sprachforschers Professor Konrad Gesner von 1563 ist ebenfalls ein Löwchen abgebildet. Er schreibt darüber, es sei " ein besonders artig/holdsälig thier/.../ habend wunderbarlich holdsälig tugenden an inen".
Titelbild des Buches "von den Hunden" von Prof. Konrad Gesner (1563)
Die Geschichte kennt viele nette Anekdoten über Löwchen. So habe man im Mittelalter einem Ritter einen steinernen Löwen auf das Grab gestellt, wenn er im Krieg gefallen war. War er aber zu Hause eines natürlichen Todes gestorben, so zierte ein Löwchen sein Grab.
Die Theorien über die Abstammung des Löwchen sind so unterschiedlich, wie die über die Herkunft der Löwchen-Schur. Die einen halten das Löwchen für einen sogenannten " Damen- " bzw. " Luxushund ", dessen Schur in erster Linie der Hygiene diente, da er seinen vornehmen Besitzerinnen im Bett als Wärmflasche diente. Die anderen vermuten, es handele sich dabei um die Wasserhundschur (wie heute noch beim portugisischen Wasserhund zu sehen), und man habe die Hündchen wohl zur Entenjagd abgerichtet. Wie auch immer,seine große Anhänglichkeit einerseits und die ausgeprägte Spiel- und Apportierfreude andererseits lassen beide Theorien durchaus glaubhaft erscheinen.
Das Ursprungsland des Löwchen ist nicht mehr bekannt, verbreitet war es über ganz Europa. Heute ist das Löwchen aus französischer Herkunft in das internationale Standardregister eingetragen, da das erste Stammbuch vermutlich in Frankreich geführt wurde.
Das Herkunftsland der Gegenwart ist jedoch Belgien. Dort begann Mme. Bennert um 1946 die Rasse aus drei Hunden wieder aufzubauen. Die Löwchenzucht begann mit einer blaugrauen Hündin aus Lille und einer biscuitfarbenen Hündin aus Diegnham, zu denen sie nach längerem Suchen einen passenden blaugrauen Rüden fand. Ihr erster Wurf wurde in Belgien 1948 eingetragen. Aus ihrem Zwinger kamen einige Löwchen nach Deutschland zu dem Veterinär Dr. Rickert, der die Rasse ab 1963 systematisch aufbaute. Von hier fanden die Löwchen ihren Weg in die ganze Welt. Heute gibt es in vielen Ländern in Europa aber auch in Übersee Zuchtstätten, doch ist die Gesamtzahl noch immer so gering, dass die Züchter international eng zusammenarbeiten.
Im Jahre 1969 stand das Löwchen als seltenster Hund der Welt im " Guinnes Buch der Rekorde ",mit 40 Löwchen weltweit, 20 davon in Deutschland. Heute ist das Löwchen noch immer wenig bekannt, findet aber dank seines liebenswerten Wesens ständig neue Liebhaber.

Löwchen Eigenschaften:
Intelligenter kleiner Familienhund, immer lustig und freundlich,sehr gelehrig und anpassungsfähig. Das Löwchen eignet sich sowohl für Familien mit Kindern, als auch für ältere Personen. Es geht gerne spazieren, läuft neben Fahrrad oder sogar Pferd, kommt aber auch mit kleineren Spaziergängen (bei älteren Personen) aus.
Das Löwchen spielt gerne mit Kindern, mag aber auch ausgiebig auf dem Schoß sitzen und schmusen. Löwchen sind überaus verträglich und umgänglich und kommen mit allen anderen Hausgenossen gut aus. Die meisten Löwchen lernen leicht kleine Kunststücke und auch im Agility haben sich die Löwchen bereits bewährt. Es ist aufmerksam und wachsam, es meldet jede Regung, ohne dabei ein übermäßiger Kläffer zu sein. Fremden gegenüber ist es meist anfangs zurückhaltend aber keinesfalls ängstlich oder gar bissig. Richtig gehalten und erzogen ist das Löwchen ein echter " Hund für alle Fälle ".
Das Löwchen ist langlebig (14 Jahre im Durchschnitt) und widerstandsfähig, rassetypische Krankheiten sind nicht bekannt. Mme. Bennert schrieb in ihrem Bericht an amerikanische Freunde, das Löwchen sei charmant, kumpelhaft, lieblich, verspielt, aufmerksam und intelligent. Es sei flink und folge seinem Herrn überall hin. Wind und Wetter machen ihm nichts aus. "Dieser Hund ist wirklich ein Freund". Wer einmal ein Löwchen besessen hat, kommt oft von dieser Hunderasse nicht mehr los, denn sie besitzt alle Eigenschaften, die einen Hund als Hausgenossen angenehm und erfreulich machen.
Das Löwchen gibt es in fast allen Farben, von weiß über gelb und grau bis schwarz, einfarbig, mit Abzeichen,gescheckt oder meliert, drei- oder mehrfarbig. Nicht erlaubt ist lediglich schokoladenbraun, gleich welcher Schattierung. Die großen, runden, ausdrucksvollen Augen sollen bei allen Farben möglichst dunkel, die Nase immer schwarz sein. Das heute bekannteste, wenn auch ungeschorene Löwchen ist Friedwart aus der amerikanischen Fernsehserie " Hart aber herzlich ".
Löwchen Pflege:
Das Löwchen besitzt wie alle Bichons ein reiches Haarkleid, das lang, gewellt aber nicht gelockt, weich aber nicht wattig sein soll. Das Haar hat keine Unterwolle und kennt auch keine jahreszeitlich bedingten Haarwechsel. Die Fellpflege ist weniger aufwendig, als der erste Eindruck glauben macht. Das Fell muss durchschnittlich einmal pro Woche gründlich mit Bürste und Kamm gekämmt werden. Löwchen haben erfreulich wenig Eigengeruch.
Die Schur ist nur für Ausstellungshunde Pflicht, sie hat aber auch für Privathunde viele Vorteile. Sie erleichtert erheblich die Pflege und dient auch der Sauberkeit. Sie ist leicht zu erlernen und kann von jedem selbst vorgenommen werden. Im Sommer ist sie für den Hund angenehm, im Winter allerdings verzichtet man besser darauf oder kürzt nur auf 2cm, damit der Hund nicht friert. Wer möchte, kann sein Löwchen auch ungeschoren lassen, muss dann aber den doppelten Aufwand an Fellpflege in Kauf nehmen.
Empfehlungen:
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